Außerirdisches Leben

Michèle Lefebvre: Wenn man Ihre Arbeit kennt, scheinen der Weltraum und das UFO-Phänomen seit den letzten dreißig Jahren kein Geheimnis mehr für Sie zu sein. Wie sind Sie an solche kontroverse Themen gekommen?

Daniel Meurois: Zuerst einmal wäre es sehr anmaßend zu sagen, dass diese Phänomene für mich kein Geheimnis mehr sind, ganz einfach weil das Universum per Definition unendlich ist.  Sagen wir nur, dass ich seit vielen Jahren im engen Kontakt mit dieser Realität bin, weil, wenn man die Fähigkeit zu außerkörperlichen Erfahrungen besitzt und – wie ich das Glück habe – damit arbeiten kann, dann kommt man zwangsläufig in Kontakt mit einer Vielzahl von Lebensformen, die dem klassischen Bild – menschlich oder sogar tierisch – nicht unbedingt entsprechen. Es gibt überall Leben im Universum. Es ist äußerst kindisch, egozentrisch und im Endeffekt dumm, wenn man heutzutage noch denkt, dass die Erde der einzige bewohnte Planet ist. Tut mir leid, aber so sehe ich das. Es ist offensichtlich, dass das Leben überall anwesend ist!

In diesem Leben bin ich seit langem im Kontakt mit intelligenten, menschlichen Wesen – wahrscheinlich viel menschlicher, als man auf der Erde darunter versteht –, die eine Beziehung zu unserer Welt haben. Manche sagen « Außerirdische » dazu… Ich mag dieses Wort nicht besonders, genauso wie das Wort « UFO », denn sie machen Angst, klingen nach Science-Fiction und wirken im Endeffekt ein bisschen lächerlich. Ich rede lieber von meinen Brüdern aus dem Weltall, denn sie sind wirklich unsere Brüder; sie besuchen uns und passen auf uns auf seit Anfang der Menschheit. Ich kann sie auch « Elohim » nennen, das ist ein Begriff aus der Bibel. Man denkt irrtümlicherweise, dass das Wort « Elohim » Gott bedeutet. Das ist falsch. Elohim ist ein Plural und, soviel ich weiß, wird wie folgt übersetzt: « Die, die von oben kommen ». Nun, Die, die von oben kommen, versuchen, uns über unsere Schwächen und unsere Schwankungen hinaus zu helfen, durch das große Labyrinth des Lebens auf Erde.

Ich konnte also mit Ihnen Kontakt aufnehmen und ich bin immer noch mit ihnen im Kontakt, deshalb nenne ich sie unsere Brüder aus dem Weltall oder Brüder von den Sternen, auch wenn diese Bezeichnung ein bisschen altmodisch oder – für manche – lächerlich anmutet.

Wie dem auch sei, sehe ich überhaupt keinen Widerspruch darin, sich für die Existenz dieser Wesen zu interessieren und gleichzeitig sein Leben der Entwicklung des Bewusstseins und der Spiritualität zu widmen. Die Anwesenheit dieser Wesen in unserer Mitte und die Hilfe, die sie uns seit tausenden von Jahren anbieten, gehört zur Entwicklung unseres Bewusstseins. Deshalb gibt es nicht einerseits das UFO-Phänomen und andererseits die Spiritualität. Für mich ist das ein Ganzes. Es ist das Leben, das sich entwickelt und uns auffordert, unser Bewusstsein zu öffnen. Das ist das, was mir äußerst wichtig ist!

Der Kontakt entstand auf sehr spontane Art und Weise und ist stärker geworden, als ich anfing, einige von diesen Wesen zu channeln. Aber bevor das passierte, habe ich sie unzählige Male im außerkörperlichen Zustand getroffen. Es sind immer Kontakte, die von einem äußerst hellen Licht durchflutet sind und nichts mit dem, was man in SF-Filmen sieht, gemeinsam haben.

Die dunkle Seite des Mondes

M.L.: Bitte erzählen Sie uns von der dunklen Seite des Mondes.

D.M.: Das war eine meiner ersten Erfahrungen, nachdem ich gelernt hatte, die Astralreise zu beherrschen. Ich habe damals festgestellt, dass ich mich mit meinem Bewusstsein von dem Anziehungsbereich unseres Planeten lösen konnte, um andere Welten und andere Planeten zu besuchen, die auf der gleichen Schwingungsebene wie die Erde waren. Aus Neugier bin ich mit meinem Astralkörper auf die dunkle Seite des Mondes gegangen, weil es für viele ein Rätsel ist. Ich habe auch Texte von Astrophysikern gelesen, in denen sie sagten, dass niemand sich heute erklären kann, warum der Mond sich nicht um sich selbst dreht. Anscheinend ist das ein isoliertes Phänomen. Aber warum?

Ich habe erfahren, dass diese Tatsache der Intelligenz und auch der Technologie von Völkern zugeschrieben ist, die uns in ihrer Entwicklung wesentlich voraus sind. Während meiner Astralreisen habe ich organisiertes Leben auf der dunklen Seite des Mondes mehrmals gesehen, in riesigen Städten unter sehr großen Kuppeln, auch mit sogenannten « außerirdischen Raumschiffen », die für mich ganz einfach Lichtgefährte sind.

Der Mond ist eine Zwischenstation zwischen anderen Welten und der Erde. Tut mir leid, wenn das ein bisschen wie Science-Fiction klingt, aber das ist die Realität! Ich kann auch hinzufügen, dass das, was man uns erzählt über die Knappheit an Sauerstoff auf dem Mond, ein Märchen ist. Natürlich ist die Mondatmosphäre nicht vergleichbar mit der Erdatmosphäre, aber Sauerstoff ist darin vorhanden und es ist nicht diese fehlende Dichte, die die Bilder der Astronauten uns glauben lassen. Die Mondatmosphäre ist viel dichter, als man uns glauben lässt, ganz besonders an bestimmten Orten, wo das Leben möglich – und vorhanden – ist.

Die Städte, die ich gesehen habe, sind nicht nur Gebäude und « UFO-Garagen »! Es gibt Pflanzen, Natur, usw… Und das Ganze entspricht eigentlich dem, was die Leute, die auf den Raumstationen arbeiten, in Zukunft verwirklichen wollen. Die Menschen wollen den Weltraum erkunden und dort Lebensformen ansiedeln. Aber andere haben es vor uns getan! Wir wollen es nur nicht akzeptieren, weil wir keine Beweise haben… Aber es gibt Beweise; sie sind nur verborgen, versteckt, weil ihre Entdeckung unsere Weltordnung unvermeidlich verändern würde.

Es gibt nämlich heute eine « politisch-ökonomisch-religiöse » Hierarchie, die die Entdeckung der Tatsache, dass wir nicht alleine im Universum sind, so lange wie möglich hinauszögert.

Seit sehr langer Zeit werden uns Zeichen gegeben, um uns zu helfen, und die Wahrheit kann nicht ewig verborgen gehalten werden. Ich denke, der Augenblick, an dem die Wahrheit ans Licht kommt, rückt immer näher.

2012 und danach

M.L.: Sprechen wir jetzt über 2012, wenn Sie gestatten. Dieses Datum ist mit sehr viel Angst behaftet. Man spricht von UFOs, von Kornkreisen, Schwingungsänderung, vom Übergang in die fünfte Dimension und vom Aufstieg. Man spricht auch von Auserwählten. Manche hoffen auf die Ankunft von großen Raumschiffen, die sie retten sollen. Eine wahre Paranoia herrscht im Internet und in manchen Foren. Die Angst wird auch durch Zeitschriften und Magazinen genährt. Glauben Sie, dass Wesen aus einer anderen Dimension bereit sind, sich uns zu offenbaren? Was können Sie uns sagen über die verschiedenen Formen von außerirdischem Leben, ihre Verbindung zur Erde und ihr Interesse an unserem Planeten?

D.M.: Das sind aber viele Fragen! Ich werde die vorletzte beantworten und sage ja, natürlich gibt es Lebensformen außerhalb der Erde, die völlig bereit sind – und das seit langer Zeit –, mit uns in Kontakt zu treten und es auch schon mit manchen Personen machen, auf mehr oder weniger verschleierte Weise, auf mehr oder weniger offene Weise. Aber es geht nicht darum zu wissen, ob diese Wesen bereits sind, sondern ob wir es sind… denn genau das ist seit allzu langer Zeit das Problem.

Wir werden nie alle bereit sein. Aber es würde genügen, wenn eine Mehrheit von Menschen ausreichend vorbereitet ist. Jedoch, ob wir bereit sind oder nicht, irgendwann wird es soweit sein, das ist unvermeidlich.

Aber, 2012 in diesem Kontext zu erwähnen… Ich gehöre nicht zu denen, die behaupten, dass die Außerirdischen 2012 auf die Erde landen, dass Mutterschiffe erscheinen und für alle sichtbar werden und dass sie Millionen von Menschen an Bord nehmen werden, um sie von der Erde weg zu bringen, die dabei ist zu explodieren, usw… Nein, ich falle da nicht rein.

Vielleicht wird es im 2012 außergewöhnliche Ereignisse geben, ich sage nicht das Gegenteil, weil wir offensichtlich an einem Wendepunkt angelangt sind, und in einer solchen Zeit gibt es immer entscheidende Ereignisse, die alle Ebenen betreffen: Lebensweise, Gesellschaft, Spiritualität, Religion, Politik usw… Eins ist sicher: Unsere Welt kann nicht ewig so bleiben, wie sie jetzt seit mehreren Jahrtausenden ist. Aber ich würde nicht sagen, dass solche Ereignisse punktgenau im Jahre 2012 passieren werden. Auch wenn mir einige Schlüssel zum Verständnis dieses Themas gewährt worden sind, glaube ich nicht, dass man dieses Datum als Deadline oder als eine letzte Frist, die Ängste schürt, ansehen soll.

Leider bewirkt die Mehrheit der Artikel, Filme und Bücher über dieses Thema nichts anderes als einen kollektiven Stress auf dem ganzen Planeten. Man richtet seine Aufmerksamkeit auf 2012 und denkt dabei nicht, erstens, an das Gute, was man im Augenblick machen kann und, zweitens, an die Zeit nach 2012. Man soll nicht glauben, dass die Außerirdischen auf einmal kommen und uns vor unserer eigenen Dummheit retten werden, indem sie uns zu Tausenden in ihre Mutterschiffe einladen. Das stimmt so nicht, das wäre ein völlig falsches Schema!

Ich weiß, dass es äußerst wichtige und starke Kontakte geben kann, und es wird eines Tages welche geben, aber ganz bestimmt nicht, damit ein paar Menschen, die sich dann für die « Auserwählten » halten, vom Schicksal der Erde verschont werden. Das wäre absurd und würde der gesamten Evolution zuwiderlaufen. Wenn diese Wesen uns voranbringen wollen (und ich weiß, dass sie es tun), dann nicht, indem sie uns retten, sondern indem sie eine andere Denkweise und andere Werte in unsere Welt fördern.

Deshalb will ich diesen Geschichten keine Nahrung geben und ich spreche auch nie darüber in meinen Seminaren – oder nur so wenig wie notwendig, wie jetzt mit Ihnen –, weil ich denke, dass es nicht so wichtig ist. Die eigentliche Frage ist: Was wollen wir aus uns selber, aus unserer Welt machen? Und danach, wenn die Ereignisse stattfinden, werden wir dann bereit sein, gute Menschen zu sein, die der Hand, die uns entgegen gestreckt wird, würdig sind?

Wir wissen, dass es weitere Erdbeben und gewaltige Börsencrashs geben wird, das ist eine Tatsache und wir können es nicht leugnen. Aber einer meiner Wünsche ist, dass die Welt sich verändert, weil wir nicht so bleiben können; wir pflegen das Absurde, die Grausamkeit, den Egoismus… es muss sich ändern. Das Göttliche entscheidet, wann, wo und wie. Und es wird ganz sicher in sukzessiven Phasen stattfinden. Diejenigen, die behaupten, sie haben es nicht kommen sehen, sind entweder ein bisschen dumm, ausschließlich mit sich selbst beschäftigt, oder sie klammern sich an Werte, von denen sie im tiefsten Inneren wissen, dass sie sinnlos sind.

Ich glaube nicht, dass ein vernünftiger Mensch heute in unserer Welt sagen kann, dass alles weiterhin seinen Gang gehen wird, dass die Erde sich schließlich immer wieder neu organisieren konnte… Ja, die Erde wird sich wieder organisieren; die Frage ist, ob wir diese Reorganisation im Stehen erleben wollen.

Wie dem auch sei, meine Botschaft ist eine Botschaft der Hoffnung und es gibt keine andere. Es ist ganz sicher nicht die Botschaft von denjenigen, die den Aufstieg der Menschheit predigen – das ist eine Mode aus Amerika, die auch viele Europäer beeinflusst hat.

Niemand wird kommen, um uns zu retten, kein Naturphänomen wird unsere Missgeschicke, unseren Egoismus, unsere Ängste und unser Unverständnis wiedergutmachen. Es wird von uns verlangt, dass wir an uns selbst arbeiten, um uns zu verändern, und ich glaube nicht an die Theorie der « Auserwählten », die von der Erde gerettet werden. Ich sage es noch einmal, das widerspricht dem Sinn der Evolution. Dass es Menschen gibt, die eine besondere Verantwortung, Intelligenz oder Sensibilität haben, das ist klar. Aber nicht eine bestimmte Rasse von Menschen, die plötzlich aufgestiegene Meister werden und dann wird alles gut… Das ist völlig kindisch… Das sage ich auf die Gefahr hin, dass andere darüber schockiert sind. Man muss den Mut haben, zu seiner Meinung zu stehen.

Was von uns verlangt wird, ist unsere Verwandlung, nicht unsere Flucht oder das Gefühl, dass wir über den Ratschlägen stehen, die der Menschheit für ihre Entwicklung erteilt werden, nur weil wir ein paar Informationen mehr haben.

Das Leben im Inneren der Erde

M.L.: Sie haben vom außerirdischen Leben gesprochen, aber wie sieht es aus mit innerirdischem Leben?

D.M.:  Das ist das Gleiche! Das Leben im Inneren der Erde ist parallel zum außerirdischen Leben. Es gibt zurzeit innerhalb der Erdkruste Völker aus verschiedenen Zeitaltern unserer Erde, die von Naturkatastrophen heimgesucht wurden. Sie haben eine Mission, eine Funktion, und sie werden auch wieder erscheinen… aber da weiß ich, dass ich schweigen muss, denn es ist viel zu früh. Auf jeden Fall soll es keine Angst machen.