Am Ende seines Vortrags im Rahmen des Kongresses “L’émergence d’une nouvelle conscience” (Das Aufkommen eines neuen Bewusstseins), der von dem Verlag Editions Ariane organisiert wurde und am 29. und 30. September 2012 in Montreal stattfand, begibt sich Daniel Meurois in den Zustand des Channelings.
Erstaunlicherweise wird er nicht wie üblich von Wesen aus der galaktischen Sphäre besucht, sondern vom Bewusstsein der Seele, die einst als Miriam von Magdala bekannt war. Ein unerwartetes Channeling, voller Kraft und Zärtlichkeit. Ein einzigartiges Erlebnis, verbunden mit einer Lehre mit starkem Gegenwartsbezug.
 « Als Erstes möchte ich klarstellen, dass nicht ich, sondern ein anderer Gast für heute Abend vorgesehen war. Ich habe unsere Brüder aus anderen Welten ganz bewusst um diesen Platz gebeten, um eure Herzen zu erwecken.

Ihr werdet bestimmt überrascht sein, wenn ihr erfahrt, wer im Augenblick zu euch spricht. Es ist das erste Mal, dass ich auf diese Weise kommuniziere, und es wird wahrscheinlich auch das einzige Mal bleiben.

Liebe Brüder und Schwestern, meine Seele leuchtet hell. Es mag euch seltsam vorkommen, da ich mich eines männlichen Körpers und einer männlichen Stimme bediene. Dies geschieht aber mit Absicht, damit die zwei Polaritäten gleichzeitig zum Vorschein kommen und miteinander harmonieren.

Meine Seele, liebe Brüder und Schwestern, ist dieselbe, die vor zweitausend Jahren den Namen Miriam aus dem Dorf von Magdala getragen hat… Wenn ich heute ausnahmsweise zu euch spreche, dann weil ich eine von euch bin. Meine Seele ist die einer Frau von der Erde. Meine Seele hat sich auch in männliche Körper auf der Erde inkarniert, sie kennt also den Weg, den ihr jetzt geht. Sie kennt ihn nicht nur durch ihre Erinnerung an vergangene Zeiten, sondern auch, weil sie ihn heute noch beschreitet. Wenn ich heute durch meinen Bruder zu euch spreche, heißt das nicht, dass ich nicht unter euch inkarniert bin. Der Ort, wo ich mich befinde, ohnehin weit weg von hier, ist nicht von Belang. Ich bin aber unter euch, auf der Erde. Und in diesem Sinne – über alle Vorstellungen hinaus, die meinem Namen anhaften – will ich jetzt zu euch sprechen, weil euch meine Worte vielleicht zusätzliche Kraft geben könnten.

Was möchte ich euch sagen? Nichts Außergewöhnliches, nicht mehr als unser Bruder, der vor wenigen Minuten gesprochen hat. Ich bin nur gekommen, um euch persönlich von der Kraft zu erzählen, die vor zweitausend Jahren von mir Besitz ergriffen hat. Wie ihr nun schon wisst, bin ich in jener Zeit die Gemahlin des Meisters Jeshua gewesen. Allerdings bin ich nicht gekommen, um euch von Jeshua zu erzählen.

Ich möchte von der Kraft reden, die Er in sich trug und verschenkte. Ich möchte von der Essenz Christi reden, denn mit dieser Essenz hat mich Meister Jeshua genährt. Ich spreche nicht von der historischen Figur, sondern von der Energie, die Er innehatte und die Er uns geschenkt hat; von der Energie, die ich vor allen Dingen geerbt habe.

Warum  ist es mir wichtig, so offen darüber zu sprechen? Weil diese Essenz euer rechtmäßiges Erbe ist. Diese Essenz, die für immer in mein Herz gelegt wurde und mit der ich sehr eng verbunden war, wartet auch darauf, in euren Herzen zu wohnen. So einfach ist das. Es handelt sich nicht um die Essenz einer Person, sondern um die Essenz einer Kraft, die allem, was im Universum ist, zur Verfügung steht.

Der Geist Christi ist nicht das Eigentum einer Religion. Das habt ihr mit dem Kopf verstanden, aber ihr müsst es noch mit dem Herzen verstehen. Christus ist nicht Christ, er könnte genauso gut Buddhist, Muslim, Schamane sein… was immer ihr wollt. Er ist die universelle Energie, die in euch lebt, ohne dass ihr sie wirklich wahrnehmt. Wenn es im Universum ein Geheimnis gibt, dann dieses. Und diese Energie offenbart sich durch eine ansteckende Lichtwelle, die ihr mehr denn je anrufen, verinnerlichen und verbreiten müsst.
Ihr mögt mich fragen: „ Aber wie, Miriam? Für dich war es einfach, weil du Ihn gekannt hast.“ Ich habe den Mann gekannt, den Träger, und Gott weiß wie wundervoll Er war. Aber im Herzen dieses Trägers gibt es eine unermessliche Kraft, die genauso wichtig ist. Es ist die Kraft der Liebe, der völligen Hingabe, des Lebens, des Verständnisses. Es ist… eine Form von unglaublichem Mut!    Und genau diesen Lebensmut, den Mut zur Wahrheit, den Mut zur Veränderung möchte ich mit diesem Gespräch in euch anregen.

Lasst eure Ängste los, sie sind die erste Hürde auf eurem Weg der Selbstverwirklichung und sie verhindern, dass eure Gebete in der von euch erhofften Weise auf die Welt einwirken. Ich weiß, der Satz: „Lasst eure Ängste los“ ist leichter gesagt als getan. Ihr mögt vielleicht fragen: „Aber wie können wir unsere Ängste loslassen?“ Es gibt kein Rezept dafür, nur die bewusste Pflege der Kohärenz; Kohärenz und Aufrichtigkeit gegenüber euch selbst, eurem Bewusstseinsstand und dem Denkprozess, den ihr bis jetzt entwickelt habt; Integrität gegenüber dem Geist, der euch im Herzen eurer Herzen beseelt. Wie ihr schon wisst, eure endgültige Realität hat nichts mit eurem Körper, mit eurer heutigen Persönlichkeitsmaske, gemeinsam. Aber etwas in euch hindert euch daran, kohärent genug zu sein, um die Konsequenzen zu erkennen und die Lebenschancen an euch zu ziehen. Schaut jeden Tag ein paar Minuten in den Spiegel und stellt euch die Frage: „Wer bin ich?“

Vor zweitausend Jahren hatte ich nicht das Glück, einen Spiegel zu besitzen. Ich erinnere mich daran, dass ich oft lange Stunden am See verweilte, dabei mein Gesicht im Wasser betrachtete und mich fragte: „Wer bin ich? Wer bin ich?“ Und irgendwann kam die Antwort von meinem Herzen: „Ich bin das Leben.“ So einfach war das. Ihr denkt vielleicht, dass ich privilegiert war. Aber ihr müsst bedenken, dass ein Privileg von etwas herrührt, was man in früheren Zeiten entwickelt und gepflegt hat; dadurch hat man dessen Auftreten ermöglicht. Haltet eure Geburt nicht länger auf; versucht, eure Ängste zu überwinden; stellt euch selbst l-i-e-b-e-v-o-l-l auf die Probe; seht euch an mit liebendem Blick.

Liebe Freunde, wenn ich mich mit einem Wort definieren kann, dann mit diesem: „Ich bin eine Liebende“. Das war für mich der Schlüssel. Das ist es auch, was ich euch wünsche: dass ihr Liebende werdet von der Lebensenergie, die in euch wohnt. Diese Lebensenergie ist euer wirklicher Gemahl, eure wirkliche Gemahlin. Ruft sie zu euch, bittet sie darum, in euch zu wirken und Christus wird in euch wirken! Bemüht euch alle in eurem Lebensumfeld ganz konkret darum. Schenkt eure Zeit, schenkt eure Kraft. Schenkt bedingungslos und erwartet nichts anderes als liebevolle Blicke. Hört endlich damit auf, in allen euren Beziehungen und in allen Lebenskontexten — hört auf zu feilschen, hört auf zu handeln: „Ich liebe dich, wenn du mich liebst. Ich gebe dir, wenn du es mir mit Zinsen zurückgibst. Ich investiere in dich, usw.“

Was ihr gebt wird euch unendlich bereichern, wenn ihr ohne Angst das tut, was euer Herz für richtig hält und euch sagt. Ihr werdet keine Angst mehr haben, nicht die geringste Angst vor dem, was sich hinter eurer Maske verbirgt, wenn ihr euch an Christus anlehnt, der in euch weilt.
Ihr erwartet immer, dass eine höhere Kraft zu euch herabkommt, dabei müsst ihr verstehen, dass es auch anders herum geht: Ihr müsst zu dieser Energie, die in euch ist, hinaufsteigen! In sich hineingehen heißt auch in sich hinaufsteigen. In sich hinaufsteigen, bis ihr merkt, dass es weder Oben noch Unten gibt, weder dich noch mich, weder Christus noch Jünger, weder Sonne noch Mond, sondern nur einen unantastbaren Ort im Herzen unserer Herzen, einen Ort, der alle Spannungen löst.

Liebe Freunde, glaubt nicht, dass ich euch in einen Traum hineinziehen möchte, ähnlich denen, die in einer gewissen Branche der heutigen Literatur so „in“ sind. Ich ermutige euch zu denken und mit eurer höheren Realität zu verschmelzen. Durch diese Fusion, durch den Ruf eurer höheren Realität werden sich eure Herzen mit anderen Herzen vereinigen, die sich wiederum mit weiteren Herzen vereinigen werden, und so weiter… bis zu dem Punkt, dass alle konkreten Realitäten dieser Welt (die physikalischen Gesetze, die psychologischen Mechanismen, alles, was  die Sensibilität, das Verständnis und die tiefe Intelligenz dieser Welt ausmacht) einen unumkehrbaren Wandel durchmachen. Damit will ich sagen, obwohl ihr es eigentlich schon wisst, dass ihr die volle Verantwortung für das Bühnenbild habt; ihr selbst gestaltet die Bühne, in der ihr jetzt lebt und später leben werdet.

Was wollt ihr erreichen? Die letztendliche Wirklichkeit, die entscheidende Frage stellt sich hier. Ich, Miriam, sage euch: Der Schlüssel ist in euch, der Schlüssel liegt in eurer Einfachheit, Großzügigkeit, Selbstlosigkeit – ich sage nicht Opferbereitschaft, das ist eine ganz andere Sache – in eurer Selbstlosigkeit, in eurem Willen, eure Bestimmung zu erfüllen, den Wandel zu erreichen und eure Hoffnungen zu verwirklichen. Vielleicht wird man euch zunächst für wirklichkeitsfremde Schwärmer halten, das ist schon mal vorgekommen. Arbeitet jeden Tag ein bisschen intensiver daran, ganz konkret; seid authentisch und hört auf, Rollen zu spielen! Ich habe selbst so viele Rollen in zahlreichen Leben übernommen, dass es mir angebracht und richtig erscheint, auf diese Notwendigkeit hinzuweisen. Die Lüge, die man sich selbst erzählt, ist die schlimmste aller Lügen. Sie flößt in uns langsam aber sicher Hochmut, Feigheit und Überheblichkeit ein. Das alles wollt ihr nicht mehr, oder? Ihr träumt von einer Welt, wo Frieden nicht nur eine kurze Pause zwischen zwei Kriegen bedeutet. Nun, dafür müsst ihr zuerst Frieden in euch verankern! Tut alles, was erforderlich ist, um diesen Zustand zu erreichen, jedoch ohne euch um die kritischen Blicke anderer zu kümmern; ihr müsst niemanden von irgendetwas überzeugen. Liebe Freunde, verankert den Frieden in euch, das ist alles. Löst die Grenzen auf.

Möge euer Wille zum Wandel, der euch heute zusammenbringt und stark genug ist, um einen immer größeren Platz in eurem Leben einzunehmen, möge dieser Wille in Toleranz wachsen, selbst in einem Umfeld voller Intoleranz, damit die Entstehung der neuen Welt, die ihr vorbereitet, in die entscheidende Phase eintritt. Es ist eure Entscheidung. Es ist weder die Entscheidung eurer Brüder von den Sternen, noch des Meisters Jeshua, noch der äußerlichen Kraft, die ihn beseelt hat und die ihr wie einen Messias verehrt. Diese Entscheidung ist die Frucht der Aufmerksamkeit, die ihr der tieferen Bedeutung eures Lebens, der tieferen Bedeutung eurer Taten und Gedanken widmen werdet, wohlwissend, dass diese Aufmerksamkeit in erster Linie von eurer Absicht abhängt. Was wollt ihr wirklich sein und was wollt ihr wirklich erreichen?

Die perfekte Antwort liegt in euch, natürlich. Dennoch ist es nicht die perfekte Antwort, die ich von euch erwarte, oder die meine Brüder und Schwestern von euch erwarten. Nicht die perfekte Antwort, sondern die perfekte Verwirklichung der Essenz eurer Herzen, die konsequente Entfaltung eurer Herzen. Lasst Christus in euch auferstehen und empfangt meine Liebe. Nicht ihr zählt auf den Himmel, oder was man Himmel nennt, sondern der Himmel, das Leben, alles zählt auf euch.“